neuer Blogbeitrag „Landtagswahl: Was die Parteien Familien versprechen“

Nun sind alle Wahlprogramme veröffentlicht und je näher die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rückt, umso konkreter werden die Vorhaben der einzelnen Parteien. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände, in der wir uns auch engagieren, hat Fragen an die Parteien gestellt, die für Familien in diesem Land relevant sind. Alle Parteien haben sie beantwortet und es ist spannend, in welchen Punkten sich die Parteien einig sind und in welchen es deutliche Unterschiede gibt. Fakt ist: Auf dem Papier spielt Familienpolitik – also vor allem auch finanzielle Entlastung von Familien und die Gestaltung guter Rahmenbedingungen – für alle Parteien eine wichtige Rolle. Keine einzige stellt die Bedeutung von Familienzentren, wohnortnahen Kitas oder der Lebensqualität im ländlichen Raum in Frage. Die sinkenden Kinderzahlen werden fast wortgleich als „Chance für eine Verbesserung der Betreuungsqualität“ gesehen, anstatt dass Kita-Standorte geschlossen werden sollen. Unterschiede gibt es vor allem in der Verbindlichkeit der Zusagen: nur die Linke nennt einen Zielwert für die Betreuungsquote, alle anderen weichen aus. Auch bei der Frage nach der Finanzierung der Familienzentren gibt es Uneinigkeit: drei Parteien (SPD, die Linke, Grüne) wollen die Förderung an die Tarifentwicklung anpassen, die drei anderen stellen das in Frage. Die Zukunft der Schulsozialarbeit liegt den meisten Parteien am Herzen – die FDP will sie in flexible Pro-Kopf-Schulbudgets überführen und die Entscheidung den Schulen überlassen, die AfD meint: „Sozialarbeit ist keine Aufgabe der Schule“ und hätte nur Platz an Brennpunktschulen. Die AfD misst den Erfolg ihrer Familienpolitik vor allem an steigenden Geburtenzahlen mit Hilfe von „Kinderwillkommensgeld“ und Eigenheimförderung – obwohl die Forschung zeigt, dass finanzielle Anreize in keinem Land den Geburtenrückgang umgekehrt haben. 

Einen ausführlicheren Analyse-Artikel zu den Antworten der Parteien findet ihr im Blog: