Herzlich willkommen

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (Ezechiel 36,26).

Herzlich Willkommen bei der Familienarbeit!

Wie wäre es mit einem unerwarteten Geschenk zum neuen Jahr statt guter Vorsätze?
Die Jahreslosung für 2017 spricht von solch einem besonderen Geschenk. Gott möchte uns ein neues Herz schenken! Im nachfolgenden Vers steht, dass es ein Herz aus Fleisch statt aus Stein ist. Ein Herz aus Stein kann nicht mehr fühlen, weil es verhärtet und unempfindlich ist. Mit einem neuen und empfindsamen Herzen wird Fühlen wieder möglich. Was bedeutet das, wenn wir uns auf ein solches Geschenk einlassen? Hartherzigkeit wird von uns genommen und stattdessen werden wir weichherzig, also barmherzig. Hilft uns das, uns selbst anzunehmen und mitfühlend auf andere zu schauen? In der Paarberatung bspw. zeigt ein Ehemann Verständnis für seine Ehefrau. Ihr wird dadurch ganz warm ums Herz.
Können wir auf das Mitgefühl und die Mithilfe anderer hoffen? So hofft z.B. eine Pflegebedürftige auf Hilfe durch einen Angehörigen, dem im Gespräch mit anderen Pflegenden das Herz für seine Verwandte aufgeht.
„Aber wie soll ich das schaffen?“, möchten Sie entgegnen. Sie müssen es gar nicht alleine schaffen! Denn Gott hat noch ein zweites Geschenk parat: einen neuen Geist!
Dieser neue Geist fragt nach Gott. Er zeigt uns, wie wir gut mit dem neuen Herzen leben können. Wo Dinge verändert und zum Guten gewendet werden. Wo eine Entschuldigung, die von Herzen kommt, ausgesprochen wird, entstehen neue Beziehungen. Der neue Geist macht darauf aufmerksam, wo uns Erneuerung geschenkt wird.

Lassen Sie uns eine kleine Zeitreise machen.
Der Bibelvers richtete sich vor ca. 2500 Jahren an das Volk Israel. Damals verstanden die Menschen das „Herz“ als die Mitte einer Person, als Organ der Einsicht und Erkenntnis. Es ging nicht so sehr um Gefühle. Es ging den Menschen damals nicht gut, denn sie lebten in einem fremden Land. Weit weg von der Heimat, abgeschnitten von ihren Wurzeln und von Gott. Ihr Herz war unempfindlich für Gott geworden. Sie hatten sich von ihm abgewandt. Und in dieser Situation handelt Gott. Er tut den ersten Schritt. Er nimmt Altes weg und gibt dafür Neues. Ist es nicht wohltuend, wenn jemand den ersten Schritt auf uns zu macht? Uns Gutes tut und uns damit verändert?

Wir von der CVJM-Familienarbeit dürfen solch eine Veränderung oft miterleben. Ein Mensch fasst sich ein Herz und geht einen Schritt auf den anderen zu. Sei es die Mutter auf die Teenager-Tochter, der ein Stein vom Herzen fällt. Oder sei es der trauernde Vater auf das verbliebene Geschwisterkind, das ihm endlich sein Herz ausschütten kann.
Dieser erste Schritt braucht Mut und macht verletzlich. Denn die Reaktion des Gegenüber ist zunächst ungewiss. Aber diese Menschen haben neue Einsichten gewonnen, in ihnen wächst der Wunsch, ihre Zukunft in neuer Weise zu gestalten! Das begleiten und unterstützen wir gern.
Lassen Sie sich begleiten von der Frage: Wie wäre es heute mit einem neuen Herzen? Mit etwas völlig Neuem? Sind Sie bereit?
Seien Sie von Herzen gegrüßt,

Ihre Dorothea Vogel
(Vorsitzende)